"Die Zahlen sind dramatisch" - Hamburger Abendblatt berichtet über "Zinsbombe"
Bundeshaushalt: Neue Regierung muß Milliarden einsparen. Finanzexperten von SPD und Union sind sich einig: "Es geht beim Sparen um sehr, sehr viele Milliarden Euro." Baden-Württembergs Finanzminister Stratthaus spricht von 50 Milliarden Euro über vier Jahre.
Knapp die Hälfte des Bundesetats ist gebunden durch Zinsausgaben und Zuschüsse an die Rentenkasse. Gleichzeitig tickt im Haushalt die "Zinsbombe". Schon jetzt gibt der Bund etwa jeden fünften eingenommenen Steuereuro für Zinsen aus. Derzeit ist das Zinsniveau günstig. Würden die Zinsen nur um einen Prozentpunkt steigen, müßte allein der Bund über vier Jahre rund 20 Milliarden Euro zusätzlich finanzieren. Um dieser Gefahr zu begegnen, raten alle Finanzexperten zur raschen Haushaltssanierung, also zur Reduzierung von Ausgaben und Schulden.
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